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TGT® Reiten - Horse Experience - Alexandra Hartmann

The Gentle Touch® Reiten Basis nach Peter Kreinberg

“Du reitest nicht einfach auf dem Rücken deines Pferdes,
du reitest auch seinen Geist!”

Logo TGT® Reiten Basis

Aufbauend auf der TGT® Bodenschule folgt in der zweiten Phase der Ausbildung von Pferd und ReiterIn das »TGT® Reiten Basis«.

TGT® Reiten Basis eignet sich für ReiterInnen aller Reitweisen, die solide, für das Pferd störungsfreie Grundlagen in Sitz und Einwirkung erlangen möchten und ihr Reitgefühl verbessern wollen.

Die Ausbildungsmethode richtet sich an Reitpferde jeden Alters und Pferde mit Rittigkeitsstörungen wie Meideverhalten, Steifheiten oder Widersetzlichkeiten.

Ziel der Ausbildung ist es, eine einfühlsame, störungsfreie Hilfengebung im Sinne einer unmissverständlichen Verständigung in Bezug auf Richtung, Tempo, Haltung, Impulsion und Fleiß zu erlangen. Pferd und ReiterIn lernen voneinander und miteinander. Die allgemeinen reiterlichen Grundlagen von Verständigung, Erziehung und Körperkoordination bei Pferd und ReiterIn werden geschaffen und gefestigt.

Die Haltung, die dem Pferd dabei entgegengebracht wird, ist eine freundliche und sanfte Art, ein Pferd in seinem Verhalten zu formen.

»The Gentle Touch®« ist somit nicht nur ein Slogan, sondern eine Grundeinstellung in der Arbeit mit Pferden.

Störungsfreies, passives Reiten

In der ersten Phase der reiterlichen Ausbildung erlernt die ReiterIn, ihr Pferd passiv zu reiten. Sitz und Haltung der ReiterIn werden dahingehend verändert, dass das Pferd in seinem natürlichen Bewegungsverhalten immer weniger gestört wird. Mentale und körperliche Blockaden und Fehlhaltungen der ReiterIn, welche ihre natürliche Beweglichkeit einschränken, werden erkannt und korrigiert. Die Reiterin lernt, sich auf dem Pferd nicht mehr reflexiv, sondern bewusst zu bewegen.

Hilfenverständnis fördern und Vertrauen aufbauen

Mithilfe der ersten sogenannten »funktionalen Hilfsübungen« erlangt das Pferd ein Verständnis für die jeweiligen reiterlichen Einwirkungen durch Sitz, Beine und Hände. Die gefühlvollen Einwirkungen sprechen die taktile Wahrnehmung des Pferdes an. Das Pferd erfährt, dass es nicht gezwungen wird, etwas zu tun. Es hat die Möglichkeit, die Bedeutung der reiterlichen Einwirkungen herauszufinden und lernt, auf diese mit williger Nachgiebigkeit zu reagieren.

Der ReiterIn erlernt die einzelnen Hilfselemente losgelöst voneinander. Später werden die Hilfselemente zusammengeführt und aktiviert.

Sie lernt, ihre Einwirkungen in einem angemessenen Maß zu geben und entwickelt ein Gefühl für die Feinfühligkeit ihres Pferdes. Eine neue Vertrauensbasis wird geschaffen.

Fühlen lernen und die Balance finden

Hat das Pferd das Verständnis für die reiterlichen Einwirkungen erlangt, wird es von der ReiterIn durch Sitz-, Bein- und Zügelhilfen eingerahmt. Verschiedene Techniken und weiterführende Hilfsübungen in der TGT® Übungsreihe erleichtern dies. Das Pferd findet im ihm angebotenen Hilfenrahmen Führung, Sicherheit und später Anlehnung.

Es macht die vertrauensfestigende Erfahrung, dass die reiterlichen Einwirkungen es nicht stören, sondern ihm helfen, unter dem Reiter seine natürliche Balance wieder zu finden.

Die ReiterIn lernt, durch ihren störungsfreien Sitz und die funktionale Hilfengebung immer wieder die Übereinstimmung mit dem Pferd zu fühlen. Eine neue Harmonie zwischen Pferd und ReiterIn entsteht!

Objektbezogenes Lernen

Um Pferd und ReiterIn das Lernen zu erleichtern und dem Pferd die Sinnhaftigkeit des gemeinsamen Tuns zu vermitteln, nutzen wir in den TGT® Übungen Materialien wie Pylonen, Tonnen, Stangen, Planen und in der Arbeit mit Schreckhindernissen Schirme, Fahnen, Windspiele und vieles mehr. Pferd und ReiterIn haben durch die Bezugspunkte konkrete Aufgaben zu bewältigen, die es beiden wesentlich erleichtern, die gewünschten nötigen Erkenntnisse und Fähigkeiten zu entwickeln.

Auf das richtige Timing kommt es an

Ein wesentliches Merkmal guten Reitens ist das richtige Timing, nämlich der exakte Zeitpunkt der Hilfengebung unter Berücksichtigung der Biomechanik des Pferdes. Das exakte Timing ist aus zweierlei Gründen unerlässlich:

Nur, wenn die Hilfen zum richtigen Zeitpunkt gegeben werden, kann das Pferd in seinem Bewegungsablauf störungsfrei gehen.

Setzt die ReiterIn die nachgebenden Hilfen korrekt ein, bzw. setzt sie die Druckimpulse im richtigen Timing aus, lernt das Pferd, willig und nachgiebig auf die reiterlichen Forderungen zu reagieren.

Über den Rücken gehen – ein Kriterium guten Reitens

Durch die vielen Hilfsübungen der TGT® Übungsreihe lernt die ReiterIn, ihr Pferd »einzurahmen«. Das Pferd hat den Sinn der zuerst einseitig, später wechselwirkenden Hilfengebung durch, Sitz, Beine und Hände verstanden. Es wird animiert, auf den Zügelkontakt in weicher Nachgiebigkeit zu reagieren und durch Impulse durch das Bein für wenige Schritte seinen Rücken aufzuwölben. Das Vorwärts wird durch das aktive Hinterbein aufrechterhalten. Nach und nach erlernt das Pferd zuerst für ein paar Schritte, später länger »über den Rücken zu gehen«. Aus biomechanischer Sicht ist dies unerlässlich, um ein Pferd in der Bahn auf lange Sicht gesund erhaltend zu reiten.

Sicherheit und Harmonie

Ziele der Ausbildung von Pferd und ReiterIn durch das TGT® Reiten Basis Ausbildungssystem sind es, die Vertrauensbasis zwischen Pferd und ReiterIn zu schaffen, bzw. zu stärken, eine solide Richtungs-, Tempo- und Körperkontrolle zu erlangen, die Rückentätigkeit zu fördern und dadurch das Reiten sicherer und harmonischer zu gestalten.

© Alexandra Hartmann / TGT® GmbH


Weitere Informationen zur The Gentle Touch®-Methode von Peter Kreinberg finden Sie unter www.thegentletouch.de